Kasbah 123 Soleil gefällt uns super gut. Sicherlich könnte man in der Anlage so einige Zeit verbringen und mal ordentlich entspannen. Wir ziehen das auch lange in Erwägung, entscheiden uns dann aber doch noch weiterzufahren. Außerdem haben wir festgestellt, dass unser Kaffee mal wieder zur Neige geht und wir dementsprechend einkaufen müssen. Am nächsten Tag ist Freitag, also muss das Einkaufen heute noch geschehen. Wir machen uns also gegen 11:30 Uhr auf den Weg in Richtung Ouarzazate, dort sollte es genügend Einkaufsmöglichkeiten geben.Auf dem Weg dorthin halten wir mal wieder bei einem der zahlreichen Straßenhändler an und nehmen eine Kiste Datteln mit, die natürlich auch hervorragend als Unterwegs-Snack geeignet sind. Wir machen wieder die Erfahrung , dass die Straßenhändler außerhalb der typischen Touristengegenden überhaupt nicht aufdringlich sind, obwohl man auch andere Sachen wie geflochtene Körbe bei ihnen kaufen kann.

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Angekommen in Ouarzazate entpuppt sich der im Navi gefundene Supermarkt als kleiner Mini-Laden, der leider auch keinen Kaffee hat. Da wir nicht unnötig Zeit verlieren möchten, machen wir uns auf den Weg zu unserem Tagesziel Agdz. Dort gibt es sicherlich auch die Möglichkeit etwas einzukaufen, außerdem soll dort Souk sein. Hinter Ouarzazate bestehen die Straßen scheinbar nur noch aus Baustellen, wo allerdings niemand arbeitet. Warum genau die Straße ausgebaut wird, ist uns allerdings nicht wirklich klar, da kaum Autos unterwegs sind. Auf irgendeinem namenslosen Pass machen wir eine Pause und vernichten unsere letzten Fleischwurst- und Käse-Vorräte. Die Straßenführung ist der Hammer: Es geht immer am Hang entlang und bereits 20 km vorher hat man einen super Ausblick auf die gesamte Ebene mit der Oase.

In Agdz angekommen machen wir uns direkt auf den Weg zum Souk, finden dort aber keinen Parkplatz. Also entschließen wir uns, erstmal zum Campingplatz zu fahren und später zu Fuß zurückzukommen. Wir werden vom Küchenjungen empfangen, er spricht aber ziemlich gut Englisch und so können wir auch bei ihm einchecken. Zur Abwechslung haben wir mal freie Platzwahl, auf dem ganzen Campingplatz ist nur ein weiteres Wohnmobil (auch aus Deutschland). Noch während wir Tisch und Stühle auspacken werden wir von Rosi und Johnny begrüßt und wir kommen nicht wieder los in die Stadt. Die beiden sind Rentner, wie sie im Buche stehen und klären uns erstmal über ihre letzten vier Monate in Marokko auf.

Gegen 15:30 Uhr können wir uns dann doch noch loseisen und laufen die zwei Kilometer in die Stadt. Natürlich ist gerade Schulschluss und so treffen wir viele Kinder auf der Straße. Vor allem die Mädels grüßen uns, lassen uns aber sonst in Ruhe. Trotzdem weiß vermutlich jeder in Agdz, dass die zwei Blonden unterwegs sind. Der Lebensmittel-Souk ist leider schon zu Ende und so machen wir uns schnell auf den Weg zum zweiten Souk. Aber auch dort wird gerade abgebaut, wir hätten aber vermutlich sowieso dort nichts von dem gefunden, was wir gerade suchen. Also geht es wieder zurück in die Innenstadt. Bei einem der zahlreichen kleinen Stände kaufen wir ein Kilo Mandarinen und Eier für sagenhafte 9,80 DH. Die Kommunikation läuft wie immer natürlich mit Händen und Füßen, aber da gewöhnt man sich mit der Zeit dran. Im Nachbarbüdchen finden wir auch Kaffeepulver, dieses Problem hat sich damit also auch erledigt. Auf dem Heimweg werden wir uns fragen, warum wir nur ein Paket gekauft haben, aber nun gut… Vor dem Laden fragt uns dann noch jemand, ob wir ihm kurz helfen können und für ihn einen Text ins Deutsche übersetzen. Aber es war dann doch wieder nur ein Vorwand, uns in irgendein Tuchgeschäft zu schleppen. Zum Glück bemerken wir das ziemlich schnell und hauen kommentarlos ab. Saskia hätte netterweise sogar ihre Bulli-Tasche gegen Tücher eintauschen können. Im Nachhinein überlegen wir uns, dass wir den Spieß hätten umdrehen sollen und Geld für das Übersetzen verlangen sollen. Aber Schlagfertigkeit ist ja schließlich das, was einem später einfällt…

Wir sind zur Abwechslung mal im Hellen zurück am Campingplatz und es ist sogar so warm, dass wir gemütlich draußen sitzen und kochen können. Wir verarbeiten die Eier direkt zu einem Abendessen und als Nachspeise gibt es noch ein paar Mini-Pumpernickel. Sobald die Sonne untergangen ist, fällt die Temperatur allerdings deutlich ab und es kommt etwas Wind auf. Also verziehen wir uns doch ins Innere vom CuBus und spielen noch einige Runden Mini-Monopoly.

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Der Campingplatz ist völlig in Ordnung und auch die Toiletten sind nicht so weit weg, wie zunächst dachten. Man muss halt einfach nur zu dem beleuchteten Toilettenhaus gehen anstatt in der dunklen Kasbahs die Toiletten zu benutzen. Die Lehmburg kann übrigens auch besichtigt werden, der Eintritt davon wird für deren Renovierung genutzt. Die beiden Vorzeige-Rentner haben für den nächsten Morgen eine Führung auf deutsch klargemacht, da werden wir mal mitmachen.

 

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